EnEv2016 - Bauelemente-Service Manfred Bregler

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EnEv2016

Regelwerke

Was will die EnEV von uns?

Der §6, Abs.1 der EnEV bezieht sich auf die Dichtheit der Gebäudehülle und fordert für Gebäude, dass die 
wärmeübertragende Umfassungsfläche einschließlich der Fugen dauerhaft luftundurchlässig entsprechend 
den anerkannten Regeln der Technik abgedichtet ist.

Diese dichte Bauweise hat in der Praxis vermehrt zu erhöhter Raumluftfeuchtigkeit in Gebäuden und 
Wohnungen geführt, die eine Schimmelbildung zur Folge haben kann. Daher gibt es im §6, Abs. 2 der
EnEV die Forderung zur Einhaltung des... zum Zwecke der Gesundheit und Beheizung erforderlichen
Mindestluftwechsels.

Diese Forderungen im Zusammenspiel klingen zwar paradox, sind in der Konsequenz der heutigen 
Bauweise aber durchaus berechtigt. Derjenige Luftwechsel, der früher unkontrolliert über Undichtigkeiten
in der Gebäudehülle für die Absenkung der Raumluftfeuchtigkeit gesorgt hat, fehlt in den dichter
gewordenen Gebäuden. Um das Raumklima wieder auf ein angenehmes Niveau und ein Maß zu bringen,
bei dem die Schimmelbildung vermieden werden kann, werden nun kontrollierte Luftdurchlässe gefordert.
Damit kann gezielt festgelegt werden, wie viel Luft und vor allem auch wo diese Luft einströmen kann.





Hintergrund
Das Bundeskabinett hat am 16. Oktober 2013 die Energieeinsparverordnung EnEV 2014 beschlossen.
Sie tritt am 1. Mai 2014 in Kraft. Für Neubauten gelten ab dem 1.1.2016 nochmals energetisch
verschärfte Anforderungen. Die Grundausrichtung und Vorgehensweise der EnEV 2014 orientiert
sich an der vorherigen EnEV von 2009. Die Einteilung in Neubauten und Änderungen im Bestand 
wurde wieder übernommen.


Für Altbauten gibt es in der EnEV 2014 gegenüber der EnEV 2009 nur eine Verschärfung bei dem
Wärmedurchgangskoeffizienten von Außentüren, dieser wird von U= 2,9 W/(m²K) auf UD= 1,8 W/(m²K)
gesenkt. Ansonsten wurden die Anforderungen der EnEV 2009 übernommen.

Im Fall eines Austausches von Fenstern oder Türen in einem bestehenden Gebäude müssen im
Fensterbereich die nachfolgenden Grenzwerte eingehalten werden. Bei der Erweiterung und dem 
Ausbau eines Gebäudes um beheizte oder gekühlte Räume mit zusammenhängend mindestens 15
und höchstens 50 m² Nutzfläche sind ebenfalls die folgenden dargestellten Wärmedurchgangskoeffizienten einzuhalten.

Für neu hinzukommende, zusammenhängende Nutzflächen über 50 m², sind die Vorschriften für neu
zu errichtende Gebäude einzuhalten.

Neubauten
Ziel ist es, für neu zu errichtende Gebäude die Obergrenze für den zulässigen Jahres-Primärenergiebedarf
Qp für Heizung, Warmwasser, Lüftung und Kühlung im Vergleich zur EnEV 2009 um 25 % zu senken.
Gleichzeitig wurden die Anforderungen an die Wärmedämmung der gesamten Gebäudehülle um 20 %
verschärft. Ermittelt wird der maximal zulässige Jahres- Primärenergiebedarf nach dem Referenz-
gebäudeverfahren nach DIN V 18599. Die Ermittlung nach dem Monatsbilanzverfahren ist für Gebäude, 
die nicht gekühlt werden, ebenfalls zulässig. Referenzgebäudeverfahren. Der vorausberechnete 
Jahres- Primärenergiebedarf Qp,real des geplanten Gebäudes darf den Jahres- Primärenergiebedarf
Qp,ref eines entsprechenden Referenzgebäudes gleicher Geometrie, Gebäudenutzfläche und Ausrichtung
nicht überschreiten. Wenn bei einem Teil (z.B. Heizung oder Wanddämmung) Kompromisse eingegangen 
werden, muss an entsprechend anderer Stelle (z.B. Fenster) ein besseres System als das im Referenz-
gebäude eingesetzte System verwendet werden. Anforderungen an das Referenzgebäude im Bereich 
der Fenster sind: 
Außen liegende Fenster, Fenstertüren Uw= 1,3 W/m²K Außen liegende Türen UD= 1,8 W/m²K

Grenzwerte für Altbau:
Wohngebäude und Zonen von Nichtwohngebäuden mit Innentemperaturen ≥ 19 °C
Außen liegende Fenster, Fenstertüren Uw= 1,3 W/m²K Verglasungen (nur Glaserneuerung) 
U= 1,1 W/m²K

Zonen von Nichtwohngebäuden mit Innentemperaturen von 12 bis < 19°C
Außen liegende Fenster, Fenstertüren Uw= 1,9 W/m²K

Verglasungen (nur Glaserneuerung)
keine Anforderung
Die zuvor stehenden Anforderungen brauchen nicht eingehalten werden, wenn die Fläche der zu
erneuernden Bauteile weniger als 10 % der gesamten Bauteilfläche mit gleicher Orientierung beträgt. 
Außenbauteile dürfen durch einen Austausch jedoch grundsätzlich nicht energetische 
verschlechtert werden.

Auszug aus der neuen EnEV 2014 - Bauteile Fenster & Türen


EnEV 2016: Neue Regeln seit 01.01.2016 für Neubauten, die direkten Anforderungen an 
Fenster und Türen haben sich jedoch gegenüber der EnEV2014 nicht verändert.

Hinweis:
Die genannten Referenzwerte stellen keine Mindestanforderung dar. Höhere U-Werte im ausgeführten
Gebäude sind zulässig, wenn diese durch andere Bauteile kompensiert werden und die
Nebenanforderungen an H für Wohngebäude oder an mittlere U-Werte der Bauteilgruppe bei
Nichtwohngebäuden erfüllt werden.

 
 
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