DIN EN 1090 - Bauelemente-Service Manfred Bregler

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DIN EN 1090

Regelwerke
DIN EN 1090 und was bedeutet das für uns?
Brüstungsstangen als Absturzsicherung, Geländersysteme, Befestigungen.


Um Bauprodukte auf dem europäischen Binnenmarkt in Verkehr zu bringen, ist spätestens
ab 01. Juli 2014 eine CE-Kennzeichnung verpflichtend. Ab diesem Datum läuft die
Koexistenzphase mit der DIN 18800-7 ab.

Künftig müssen im bauaufsichtlichen Bereich tragende Teile aus Stahl und Aluminium
konform zur neuen DIN EN 1090-1 in Verbindung mit DIN EN 1090-2 für Stahl bzw.
DIN EN 1090-3 für Aluminium hergestellt werden.


Das Fehlen des CE-Kennzeichens weist auf ein nicht normgerecht gefertigtes, verkauftes 
oder verbautes Produkt hin.

Die Risiken dabei sind:

Im Vertragsrecht: 
  • Der Architekt, Bauträger, Endkunde kann die Abnahme und die Bezahlung verweigern
  • Mehrkosten durch erneutes Öffnen der Bauanschlüsse und Nacharbeiten
  • Vertragsstrafen durch Bauverzögerungen

Im Wettbewerb:
  •  Die Teilnahme als Bieter bei Ausschreibungen ist ohne Zertifizierung nicht mehr möglich
  •  Möglichen Strafen und Abmahnungen

Versicherungsrecht:
  • Keine Versicherungsdeckung, da grobe Fahrlässigkeit im Schadenfall

Baurecht:
  • Einstellung der Arbeiten durch die Bauaufsicht



WERKSEIGENE PRODUKTIONSKONTROLLE - WPK

WPK bedeutet die ständige Eigenüberwachung der Produktion durch den Hersteller. Er muss
das System der WPK einrichten, dokumentieren und aufrechterhalten, um sicherzustellen, dass 
die in den Verkehr gebrachten Produkte die deklarierten Leistungsmerkmale aufweisen. 
Die ermittelten Ergebnisse der Überprüfungen, Prüfungen oder Bewertungen sind aufzuzeichnen
und für die in der WPK angegebene Dauer aufzubewahren.






Quelle: www.gl-group.com


Nun noch ein Hinweis zur Montagesituation 
DIN EN 1090 – Keine Zertifizierung von Montagepersonal erforderlich

Die einschlägige Normung sieht weder für die Montage von Dübelverankerungen noch für die
Herstellung von planmäßig vorgespannten Schraubenverbindungen speziell zertifiziertes
Montagepersonal vor.

Spezialisiertes Personal ist stets ein wichtiger Garant für hohe Qualität und Sicherheit im
Handwerk – so  auch bei der Befestigungstechnik. Metallbaubetriebe stellen sich daher die Frage,
ob die DIN EN 1090 über die Umsetzung der in der Branche gängigen
 „Hinweise für die Montage von Dübelverankerungen“ des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt)
hinaus weitere Qualifikationen oder sogar Zertifikate vorsieht.

Dazu äußerte sich jetzt der Bundesverband Metall (BVM) in Essen, der seine Mitgliedbetriebe
bei der Umsetzung der DIN EN 1090 berät und Umsetzungshilfen anbietet. Die einschlägige
Normung sehe weder für die Montage von Dübelverankerungen noch für die Herstellung von 
planmäßig vorgespannten Schraubenverbindungen speziell zertifiziertes Montagepersonal vor. 

Die duale Ausbildung in Deutschland sei zurecht so anerkannt, dass Mitarbeiter diese Arbeiten
ausführen dürfen, wenn sie fachlich geeignet seien.

Was bei planmäßig vorgespannten Schraubenverbindungen zu beachten ist, fasst das BVM-
Fertigungshandbuch EN 1090 in Kapitel 11.3 zusammen. Unternehmer haben in beiden Fällen
die freie Wahl, ob sie ihre Mitarbeiter selbst schulen oder externe Bildungsangebote nutzen.


Vorgaben für Planer und Monteure verbindlich
 
Die im Fachregelwerk aufgeführten „Hinweise für die Montage von Dübelverankerungen“ 
erläutern die besonderen Bestimmungen in den allgemeinen bauaufsichtlichen sowie in den
europäischen technischen Zulassungen. Sie behandeln außerdem planerische Vorgaben für
die Montage und geben Montageanweisungen. Abschließend führt das DIBt die Kompetenz-
anforderungen für Dübelmonteure aus und macht Vorgaben für Dübelschulungen und 
Schulungsmaßnahmen. Darin schreibt das Institut die Verantwortung für die Kompetenz der
Dübelmonteure ebenso wie die Entscheidung über den Weg der Sicherstellung der Kompetenz
eigener Monteure ganz klar den Betrieben zu. 
 
Für die Dübelmontage schulen
 
Was ist bei internen Schulungen in Sachen Befestigungstechnik zu beachten? Antworten 
bezüglich der Dübelmontage, des Verankerungsgrunds, der Einbaubedingungen sowie des
Montageablaufs ebenso wie zur allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung oder europäischen
technischen Zulassung (ETA) für den verwendeten Dübel finden Unternehmer in Kapitel 1.9 
des Fachregelwerks. In Kapitel 1.18.3.5 enthält es einen Vordruck für ein Schulungs- und
Unterweisungsprotokoll, um interne Schulungen zu dokumentieren.
 
Für planmäßig vorgespannte Schraubenverbindungen qualifizieren
 
Die Anforderungen an die Qualifikation des Fachpersonals gelten gleichermaßen für die 
Ausführung planmäßig vorgespannter Schraubenverbindungen. Entsprechende Normenverweise
finden Betriebe in der DIN EN 1090 unter Absatz 8 und 12.5.2 sowie in der DIN EN 1993-1-8/NA,
Anhang NA.A (Ergänzende Vorspannverfahren). Bezüglich der betriebsinternen Unterweisung 
verweist der BVM auf die Arbeitsanweisung AA_003_Planmäßig vorgespannte Schrauben-
verbindungen, um auch für diesen Bereich die Einhaltung der Qualitätsanforderungen zu gewährleisten.
Die Dokumentation der Unterweisung kann auch hier mit dem oben genannten Vordruck aus dem
Fachregelwerk erfolgen.

Quelle: www.bundesverband-metall.de 




 
 
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